Häufig gestellte Fragen zu “Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften”

Häufig gestellte Fragen – natürlich beraten wir auch gerne telefonisch oder per Email (smaf[at]spielmobile.de).

  • Was ist das Ziel des Programmes?
    Kinder mit Fluchterfahrung werden durch Spielaktionen, als ein Teil der Willkommenskultur in Deutschland begrüßt. Die Spielaktionen geben den Kindern Vertrauen und machen Sie Deutschland bekannt. Das Spiel ist dabei die natürliche Form, sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut zu machen, andere Kinder kennen zu lernen und gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen die Freizeit zu verbringen. Bestenfalls findet ein Austausch und Kennenlernen zwischen BürgerInnen und NeubürgerInnen statt.
  • Was soll getan werden?
    Es werden regelmäßig wiederkehrende spiel- und kulturpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Für die Durchführung sind verschiedene Modelle vorgegeben. Die Antragsteller können zwischen halb- oder ganztägigen Angeboten wählen. Wichtig dabei ist, dass das Spiel der Kinder im Vordergrund steht. Es geht in erster Linie um spielpädagogische Angebote. Hier finden Sie Modelle zur Durchführung.
  • Wo sollen die Angebote stattfinden?
    In erster Linie sollen die Kinder dort aufgesucht werden wo sie wohnen, also in den Flüchtlingsunterkünften. Es besteht auch die Möglichkeit in Stadtteilen aktiv zu werden, in den besonders viele Menschen mit Fluchterfahrung wohnen. Auch Jugendeinrichtungen und Schulen können besucht werden, wen sich die Angebote in erster Linie an Flüchtlingskinder wenden und diese Angebote besonders der Integration im Stadtteil dienen.
  • Wer kann einen Antrag stellen?
    Für alle juristischen Personen besteht die Möglichkeit einen Antrag in Form einer Interessenbekundung zu stellen (Vereine, GmbH, u.ä.). Weiterhin haben kommunale Einrichtungen bzw. kommunale Ämter die Möglichkeit einen Antrag zu stellen. Hier finden Sie die Unterlagen zur Interessenbekundung.
  • Muss ich Mitglied von Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft sein, um einen Antrag stellen zu können?
    Eine Mitgliedschaft ist nicht zwingend notwendig. Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft freut sich natürlich über weitere Vereinsmitglieder. Interessenten für eine Mitgliedschaft bei Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft finden hier weitere Informationen.
  • Welche Bedingungen zur Förderung müssen erfüllt werden?
    Antragsberechtigt sind mobile spielkulturelle Projekte. Es sollte ein Spielmobil vorhanden sein oder ein ähnliches mobiles Objekt. Die Angebote müssen zusätzlich zu den normalen Angeboten des Trägers erfolgen. Mit den Einrichtungen, in oder an denen die Aktionen stattfinden muss eine Kooperationsvereinbarung getroffen werden. Gleichzeitig bestätigt die Einrichtung auch die Durchführung der Aktionen.
  • Was bedeutet Zusätzlichkeit?
    Die Angebote müssen über bisher durchgeführte Aktivitäten hinausgehen und dürfen nicht von anderer Seite gefördert werden. Denkbar sind die Neueinrichtung von Angeboten an Flüchtlingsunterkünften, aber auch Spielaktionen an weiteren (neu angefahrenen) Flüchtlingsunterkünften, die Ausweitung von bestehenden Angeboten, z.B. ein weiterer Tag oder zusätzliche Zeiten in den Ferien, etc.
  • Gibt es eine Mindestzahl an Einsätzen, die in einem bestimmten Zeitraum durchgeführt werden sollen?
    Ja, um eine mindestens minimale Nachhaltigkeit zu gewährleisten, sollten mindestens 10-15 Einsätze in einem  Zeitraum von 3 Monaten durchgeführt werden.
  • Wie stelle ich einen Antrag auf Förderung?
    Spielmobile und spielkulturelle Projekte bewerben sich mit der Beschreibung ihres Vorhabens bei der  der Spielmobile Bundesarbeitsgemeinschaft. Dazu nutzen Sie die Vorlage zum Interessenbekundungsverfahren, auf der Internetseite der Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft. Sie wählen aus den vorgegebenen Modellen das oder die für sie passenden aus. Diese sollte die maximale Antragshöhe von 20.000 € nicht überschreiten. Die eingereichten Interessenbekundungen, werden geprüft und bilden die Grundlage zu einer Vereinbarung die mit Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft, zur Umsetzung des Projektes geschlossen wird.
  • Was passiert, wenn meine Planung Ausgaben über 20.000 € vorsieht?
    Pro Antrag werden maximal 20.000 € Fördersumme bewilligt. Es ist jedoch möglich, mehrfach Anträge im Jahr zu stellen. Grundsätzlich gilt, dass Projekte abgeschlossen sein müssen, um einen weiteren Antrag bewilligt zu bekommen. Die gesamte Fördersumme liegt bei über 1 Million Euro jährlich.
  • Was kann gefördert werden?
    Gefördert werden Honorar- und Sachkosten im Rahmen der vorgegebenen Modelle. Honorar- und Sachkosten werden pauschal abgegolten. Hier finden Sie die Modelle.
  • Sind für das Projekt Kooperationspartner notwendig?
    Ein wichtiger Kooperationspartner ist in jedem Fall immer die Flüchtlingsunterkunft. Mit ihr sollte ein Kooperationsvertrag geschlossen werden. Sofern die Aktionen im Stadtteil stattfinden, sollte eine Vereinbarung mit dem Quartiersmanagement oder ähnliches geschlossen werden.  Weitere Kooperationspartner können gern in das Projekt einbezogen werden.
  • Wie wird die Qualität der Einsätze gewährleistet?
    Jeder Einsatz wird von einer qualifizierten Fachkraft geleitet. Diese Fachkraft verfügt über die notwendige pädagogische Qualifikation, um in der Lage zu sein, Spielmobileinsätze an Flüchtlingsunterkünften zu leiten. Weiterhin ist der Träger der Einsätze verpflichtet, Tagesprotokolle nach der Vorlage von Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft  auszufüllen und einzureichen. Dabei sollen die Tagesprotokolle auch zur Selbstevaluierung des Trägers beitragen.
  • Welche Qualifikation wird vorausgesetzt?
    Pädagogische Fachkraft: Sozialpädagog/in, Sozialarbeiter/in, Bachelor oder vergleichbar, Erzieher/in, etc..
    Qualifizierte Honorarkraft: spielpädagogische, medienpädagogische, interkulturelle, handwerkliche oder künstlerische (Zusatz-) Qualifikation
    Ergänzende Honorarkraft: praxisgeschulte freie Mitarbeitende, z.B. Studierende der Sozialpädagogik, u.a.
    Abweichungen z.B. bei besonderer Ausrichtung des Projektes müssen mit Spielmobile e.V.- Bundesarbeitsgemeinschaft abgesprochen werden.
  • Können Angebote in der Ferienzeit stattfinden?
    Ja, hier sind besonders Ganztagsangebote zu empfehlen.
  • Was passiert nach der Projektbewilligung durch Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft?
    Spielaktionen können ab dem Eingang der Interessenbekundung bei Spielmobile e.V.- Bundesarbeitsgemeinschaft durchgeführt und abgerechnet werden. Bis zu 80% der beantragten Gelder werden im 6 Wochen Rhythmus wie im Vertrag im Abrufplan aufgelistet ohne weitere Aufforderung ausgezahlt. Die verbleibenden 20% werden nach Einreichung der kompletten Abrechnungsunterlagen  ausgezahlt. Hier finden Sie Hinweise zur Abrechnung und die Unterlagen zum Abschlussbericht (doc) und der Abrechnung (excel).
  • Wie werden die Projekte abgerechnet?
    Die Honorar- und Sachkosten werden pauschal abgegolten. Hier finden Sie die Kalkulationsbeispiele. Sobald der vollständige Projektbericht bei Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft eingegangen ist, wird der 20 % Restbetrag der Fördersumme ausgezahlt.
  • Müssen Rechnungsbelege beim Projektabschluss eingereicht werden?
    Nein, es werden Pauschalen erstattet. Die Pauschalbeträge entnehmen Sie bitte den Modellkalkulationen.
  • Was gehört in den Projektbericht?
    Der Projektbericht umfasst die Projektabrechnung und den Projektbericht. Beide Dokumente müssen in digitaler (an smaf[at]spielmobile.de) und analoger Form eingereicht werden. Ebenfalls in analoger Form müssen die Tagesprotokolle und Durchführungsbestätigungen eingereicht werden.
  • Gibt es Fortbildungen für die Arbeit mit Spielmobilen an Flüchtlingsunterkünften?
    Jährlich werden vier Fortbildungen durchgeführt. Hier finden Sie die aktuellen Daten dazu. Die Fortbildungen sind für Projektteilnehmende kostenfrei. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt, die Fahrtkosten werden gegen Vorlage der Belege erstattet. Gerne nehmen wir Vorschläge für inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildungen unter smaf[at]spielmobile.de entgege.
  • Was ist zu tun, wenn die Kinderanzahl von  der erwarteten Größenordnung abweicht?
    Es kann zunächst dennoch die Anzahl des eingesetzten Personals abgerechnet werden. Der Personalschlüssel ist aber grundsätzlich der Kinderanzahl anzupassen, d.h. ab dem 3. Mal Abweichung in Folge ist das Personal bei mehr Kindern  auszuweiten; bei weniger Kindern kann nur noch die vorgesehene Anzahl gemäß den Modellen abgerechnet werden.  Es gilt aber für Einsatz und Abrechnung die Mindestbesetzung mit 2 Personen.
  • Wer steht hinter dem Projekt „Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften?“
    Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft hat das Projekt „Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften entwickelt und wird in der Umsetzung durch das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend gefördert. Mehr über Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft finden Sie hier. Das Projektteam erreichen Sie unter smaf@spielmobile.de