Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften – Zwischen Willkommenskultur und Integration

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Wir stellen hier 19 beispielhafte Projekte mit sehr unterschiedlichen Konzepten und Schwerpunkten vor. Allen gemeinsam ist ihre Förderung durch Spielmobile e. V. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Dadurch wurde es möglich, die Herausforderungen bei der Begleitung der vielen Kinder und ihrer Familien in den Flüchtlingsunterkünften und um sie herum kurzfristig bedarfsgerecht zu meistern.

In den Beiträgen wird deutlich, wie das Recht auf Spiel praktisch umgesetzt wird und welchen Bildungswert Spiel (-pädagogik) bei Kindern mit Fluchthintergrund erzielen kann. Naturpädagogische und landschaftsarchitektonische Perspektiven setzen sich mit räumlichen Aspekten auseinander und thematisieren die Enge der Unterkünfte sowie die fehlenden oder wenig Anreize bietenden Außengelände. Praxisberichte von Gestaltungen der Unterkunftsgelände und Projekte mit Bewegungsschwerpunktzeigen andere Möglichkeiten, auf die gleichen Probleme zu reagieren. Beiträge zu Zirkus und darstellendem Spiel setzen sich mit der realen, der fremden und der Phantasiewelt auseinander.

Ergänzt werden diese Projektbeiträge um wissenschaftliche Arbeiten. Helmolt Rademacher beleuchtet Möglichkeiten und Grenzen der Förderung von interkultureller Kompetenz von Kindern im Kontext der Arbeit mit Geflüchteten. Dr. Dieter Breithecker setzt sich in dem Beitrag Bewegung – Bildung – Gesundheit. Eva Barnewitz erörtert Chancen und Grenzen spielpädagogischer Arbeit bei traumatisierten Kindern. Schließlich lassen uns Doris Lüken-Klaßen und Regina Neumann an einer von mehreren Fortbildungen teilhaben, die Spielmobile e. V. für die beteiligten lokalen Projekte angeboten hat. Diese Beiträge dienen dazu, Bedeutung und Ausrichtung der beschriebenen Praxisprojekte besser einordnen zu können.

Insgesamt zeigen alle Beiträge die große Bandbreite der spielmobilen Arbeit an Flüchtlingsunterkünften und ein großes Engagement der Akteure vor Ort und im Verband.

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