WAS

BFD SPIEL­-
PÄDA­GOGIK

Alter:
Alle Personen ab 27 Jahren können einen Freiwilligendienst in der Spielpädagogik machen. Weitere Voraussetzungen wie einen bestimmten Schulabschluss gibt es nicht.

Beginn und Dauer:
Der Freiwilligendienst kann das ganze Jahr über gestartet werden. Den genauen Beginn legt jede Einsatzstelle für sich selbst fest. Er dauert mindestens ein halbes Jahr und wird in Voll- oder Teilzeit (20,5 bis 40h/Woche) absolviert.

Ort:
Es gibt deutschlandweit unterschiedliche Einsatzstellen. Das können zum Beispiel Spielmobile, Museen und Vereine mit spielpädagogischen Angeboten, Ludotheken, Kinderhäuser und Abenteuerspielplätze sein. In den meisten Einsatzstellen wird Deutsch gesprochen. Einige sind mehrsprachig oder haben einen barrierefreien Zugang.

Individuelle Unterstützung:
Du hast in der Einsatzstelle eine feste Ansprechperson, die dich bei Fragen und Problemen unterstützt. Dein Träger Spielmobile e.V. ist auch als Unterstützung und bei Fragen immer für dich da. 

Bildungstage und Workshops:
Während des Freiwilligendienstes besuchst du einmal im Monat ausgewählte Workshops im Bereich der Spielpädagogik, Kultur und Bildung. Du kannst auch eigene Vorschläge machen, in welchem Bereich du dich fortbilden möchtest. Du stehst mit deinen Interessen und Ideen im Mittelpunkt. Die Workshops sind für dich kostenlos.  

Anmeldung:
Für die Einsatzplätze kannst du dich das ganze Jahr über anmelden, je nachdem was die Einsatzstelle festgelegt hat. Eine klassische Bewerbung ist nicht nötig. Bei der Anmeldung genügt ein persönliches Motivationsschreiben von dir.

Bezahlung und Unterkunft:
Du erhältst ein Taschengeld von mindestens 400€ bei 40h pro Woche und bei 20,5h sind es mindestens 230€. Du bist sozial- und krankenversichert.
Achtung: Unterkunft und Verpflegung werden nicht gestellt, darum musst du dich in der Regel selbst kümmern – ebenso wie um die Fahrtkosten zur Einsatzstelle.

Urlaub:
Zusätzlich zu den Workshops und Seminaren hast du den gleichen Urlaubsanspruch wie die anderen Mitarbeiter*innen in der Einsatzstelle. Das sind meist 27 bis 30 Tage im Jahr. 

Zertifikat:
Am Ende des Freiwilligendienstes erhältst du ein detailliertes Zertifikat. 

Während des Bundesfreiwilligendienstes können alle Freiwilligen aus einem breiten Angebot an Bildungstagen wählen. Pro Monat ist es ein Bildungstag.
Bei einem BFD von 6 Monaten sind es 6 Bildungstage.
Die Bildungstage können auch kompakt für einen längeren Workshop zusammengelegt werden. Es gibt eine große Auswahl aus unterschiedlichen Bereichen und die Möglichkeit andere Einrichtungen zu besuchen.

​An- und Abreise, Unterbringung und Verpflegung sowie das Bildungsprogramm sind für die Freiwilligen kostenlos.

  • Deine Interessen und Wünsche stehen im Mittelpunkt.
  • Die Seminare und Workshops sind eine Belohnung für dich. Rein formal ist die Teilnahme aber verpflichtend.
  • Du kannst frei aus dem Angebot wählen oder dir deinen Wunschworkshop selbst aussuchen.
  • Es gibt Angebote, die einen Tag (6 Stunden) oder mehrere Tage dauern.
  • Es gibt Workshops online und in Präsenz.
  • Die Workshops werden in der Regel in Kleingruppen
    (10 Personen) angeboten.
  • Die Referent*innen sind aktive Künstler*innen, Expert*innen und/oder langjährige Praktiker*innen im jeweiligen Berufsfeld.
  • Die Bildungstage erhältst du zusätzlich zu deinem Urlaubsanspruch.
  • Themen:


    ICH ALS PERSON

    Gruppenarbeit und Kreativ-Workshops zur eigenen Identität, Motivation, Empowerment, Kommunikation

    KULTUR
    Kreativ-Workshops aus vielen Bereichen der Kunst, Musik, Theater, Film, Medien und vielem mehr

    SPIELPÄDAGOGIK
    Workshops zum Thema Spielpädagogik und andere spielerischen und pädagogischen Konzepten

    BERUF
    Workshops zu Team- und Persönlichkeitsentwicklung, Projektarbeit, Orientierung, eigene Ziele und Wege

 

KOMMENDE TERMINE

NICHTS VERSTANDEN? NATIONALSOZIALISMUS HEUTE 
Dachau | 20. bis 22.Juni 2022, Max Mannheimer Studienzentrum (MMSZ)

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Fragen der Bedeutung von NS-Geschichte für unser heutiges Zusammenleben. Wir besuchen die KZ-Gedenkstätte Dachau und das NS-Dokumentationszentrum in München. Im Fokus stehen dabei Aspekte des aktuellen Umgangs mit Erinnerung und die Frage, wie zeitgemäße Formen der Erinnerung an den Nationalsozialismus aussehen könnten. Schwerpunkt-mäßig werden wir uns zudem im Rahmen eines Workshops mit antisemitischen Verschwörungstheorien auseinandersetzen. Denn: Verschwörungstheorien haben Konjunktur.  

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass gerade in Zeiten von Krisen viele Menschen zu Verschwörungsdenken neigen. Wir wollen diskutieren, was Verschwörungs-Theorien anschlussfähig für antisemitische Welterklärungs-Modelle macht, inwiefern sie einen Angriff auf unsere gesamte Gesellschaft darstellen und was das mit uns als Einzelpersonen zu tun hat. 

Magdalena Geier, pädagogische Mitarbeiterin am Studienzentrum und Politikwissenschaftlerin 

 

 

JOURNALISTISCHES ARBEITEN 
München | 20.bis 22. Juni 2022, Eine-Welt-Haus  

„Wer nichts kann… wird Journalist*in?“ Über eine Karriere in den Medien 

Jeden Tag werden in Deutschland Dutzende Tageszeitungen, Fernseh-und Radiosendungen mit Nachrichten befüllt. Ja, mehr noch, heute bedienen Medienhäuser sogar TikTok, YouTube, Instagram oder schneiden Podcasts. Und dann gibt es auch noch Magazine und Wochenzeitungen: angefangen bei ZEIT, Spiegel, Stern bis hin zu „Eisenbahnwelt“ oder „Geliebte Katze“. Kurz: Es ist ein einziges Chaos. Wie soll man sich da zurechtfinden, wenn man Journalist*in werden will? 

Im Workshop werdet ihr einen Einblick in verschiedene Berufsprofile erhalten und euch fragen, welcher Typ ihr gerne wärt: Autor*in von Buchkritiken am Schreibtisch, Fernsehkorrespondent*in im Gazastreifen oder Podcaster*in im Lokalressort? Oder irgendetwas dazwischen? Außerdem wird es um die Frage gehen: Volontariat, Studium, Praktikum Journalistenschule? Was ist der richtige Weg in den Journalismus –für mich? Und natürlich wollen wir den Beruf ganz konkret kennenlernen: Was bedeutet, Journalist*in sein? Wie arbeiten sie, wie verbringen sie ihre Tage? Dazu werden wir Themenfindung, Recherche, Factchecking, Schreib-und Produktionsprozess kennenlernen, indem wir unser eigenes kleines Magazin auf die Beine stellen. Bringt also am besten einen Laptop mit.  

Bernhard Hiergeist, freier Journalist 

 

 

ARBEITEN FÜR UND MIT DER KUNST  
Erlangen | Juni 2022, Jugendkunstschule Erlangen (genauer Termin wird noch bekannt gegeben) 

Welche Arbeitsplätze gibt es imKunstbereich? 

Dieser Workshop vermittelt einen Einblick in das Arbeits-feld Kunst und kreative Berufe. Ihr arbeitet praktisch und lernt Akteur*innen kennen. Verschiedene praktische Impulse aus den Bereichen Kunst und Kunstvermittlung ermöglichen ein „Reinschnuppern“ und Kennenlernen von Praktiker*innen. Neben Kreativ-Aktionen ist ein Atelierbesuch und/oder Museumsbesuch geplant. Es gibt viel Freiraum für individuelle Fragen zu den unter-schiedlichen Arbeitsfeldern und den Erfahrungen der Akteur*innen. Und ihr bekommt Einblick in das Arbeitsfeld der Jugendkunstschule. 

Mitarbeiter*innen und Künstler*innen der Jugendkunstschule 

 

 

BERUFE HINTER DER BÜHNE –VORHANG ZU 
München |Juni 2022, Münchner Kammerspiele und Residenztheater (genauer Termin wird noch bekannt gegeben) 

Welche Berufe gibt es am Theater und wie kann ich sie erlernen?  

Damit ein Theater erfolgreich ist, braucht es nicht nur grandiose Schau-spieler*innen auf der Bühne, sondern auch ein starkes Team im Hintergrund. Wir beschäftigen uns deshalb damit, welche Berufe es am Theater hinter der Bühne gibt. Dabei geben wir Einblicke in die Bereiche Handwerk und Technik. In den Münchner Kammerspielen gibt es nacheiner kurzen theoretischen Einführung in die verschiedenen Theaterberufe einen Blick hinter die Kulissen. Unsere Mitarbeiter*innen stellen euch mit dem Focus Veranstaltungstechnik am Theater in den einzelnen Abteilungen ihren Beruf vor und stehen euch für genauere Fragen zum Berufsbild zur Verfügung. Im Residenztheaterliegt der Schwerpunkt auf den verschiedenen kreativen Arbeitsbereichen rund um das Bühnenbild und Co. Die Mitarbeiter*innen in den Werkstätten stellenihre Berufe vor und stehen euch auch hier Rede und Antwort zu ihrem vielfältigen Aufgabenfeld.  

Julia Molloy, Münchner Kammerspiele Daniela Kranz, Residenztheater 

 

 

DOCUMENTA FIFTEEN 
Kassel 8. bis 11. August 2022, Jugendherberge Kassel 

Wir erleben die DOCUMENTA-Stadt Kassel 

Ruangrupa kuratiert die fünfzehnte Ausgabe der documenta. Das Künstler*innenkollektiv aus Jakarta hat ihrer „documenta fifteen“ die Werte und Ideen von lumbung (indonesischer Begriff für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune) zugrunde gelegt. Als künstlerisches und ökonomisches Modell fußt lumbung auf Grundsätzen wie Kollektivität, gemeinschaftlichem Ressourcenaufbau und gerechter Verteilung und verwirklicht sich in allen Bereichen der Zusammenarbeit und Ausstellungskonzeption. Gemeinsam entdecken wir die DOCUMENTA. 

Mitarbeiter*innen der Freiwilligendienste 

Freiwillige bei Ihnen? Klar!

Es gibt viele gute Gründe, warum Ihre Einsatzstelle von einem Freiwilligendienst profitiert. Mehr als 250 Kultur- und Bildungseinrichtungen sind schon dabei gewesen.

  • ​​Sie knüpfen Kontakt mit engagierten Menschen, die neue Impulse, Ideen, Fähigkeiten und Sichtweisen mitbringen.
  • Sie erhalten langfristige und verbindliche Unterstützung für in der Regel ein Jahr und in Vollzeit.
  • Sie leisten einen gesellschaftlichen Beitrag zur beruflichen und persönlichen Orientierung von engagierten Menschen.

​​Als Träger unterstützen wir Sie nach Kräften, um Auswahl und Begleitung des*der Freiwilligen so sorglos wie möglich zu gestalten.

Unsere Leistungen für Sie

Seit zwanzig Jahren setzen wir die Freiwilligendienste Kultur und Bildung als staatlich anerkannter Träger um.
Den Bundesfreiwilligendienst im Bereich Spielpädagogik bieten wir deutschlandweit an. Während der gesamten Zeit kümmern sich unsere Mitarbeiter*innen um Sie und die Freiwilligen.

​Wir organisieren alle erforderlichen Bildungstage gemeinsam mit den Freiwilligen. Pro Monat haben die Freiwilligen Anspruch auf einen Bildungstag.

​Wir koordinieren mittels eines bundesweiten Online-Verfahrens die Bewerbungen der Freiwilligen. Sie erhalten später die Motivationstexte von den Menschen, die sich für Ihren Einsatzplatz interessieren. Die Auswahl treffen Sie dann nach persönlichen Gesprächen mit den Interessierten selbst.

​Wir unterstützen Sie gezielt bei der Suche nach geeigneten Freiwilligen durch Werbekampagnen und -materialien.

​Wir besuchen Sie und die*den Freiwillige*n mindestens einmal pro Jahr in Ihrer Einrichtung, um gemeinsame Ziele zu besprechen und bei etwaigen Problemen zu moderieren.

​​​Wir erstellen die Vertragsunterlagen und unterstützen bei allen sonstigen Verwaltungsangelegenheiten.

Voraussetzungen und Kosten

Ihre alltägliche Arbeit hat einen spielpädagogischen Bezug.

Ihre Einrichtung verfolgt gemeinnützige Zwecke oder ist in öffentlicher Trägerschaft.

​Der Einsatz des*der Freiwilligen ist arbeitsmarktneutral, das heißt, der*die Freiwillige ersetzt keine hauptberuflich beschäftigte Person.

Sie können eine ausreichende Begleitung und angemessene Beschäftigung des*der Freiwilligen garantieren.

Der Freiwilligendienst dauert mindestens ein halbes Jahr (maximal zwölf Monate).

​​Freistellung des*der Freiwilligen für die Bildungstage neben dem gesetzlichen Mindesturlaub.

Der*die Freiwillige ist bei Dienstantritt mindestens 27 Jahre alt.


Kosten für Einsatzstellen: 20,5 Wochenstunden / Monat

260 Euro    min. Taschengeld für den*die Freiwillige
100 Euro    ca. Sozialabgaben
220 Euro    Bildungskostenpauschale für den Träger der Freiwilligendienste

-360 Euro   Abzüglich öffentliche Förderung 

220 Euro  Gesamt (ca.) 



Kosten für Einsatzstellen: 40 Wochenstunden / Monat

400 Euro    min. Taschengeld für den*die Freiwillige
160 Euro    ca. Sozialabgaben
220 Euro    Bildungskostenpauschale für den Träger der Freiwilligendienste

-400 Euro   Abzüglich öffentliche Förderung 

380 Euro  Gesamt (ca.) 

 

Hinzu kommen im Durchschnitt monatlich ca. 25€ für Fahrkosten zu den Bildungstagen.
Diese Fahrkosten erstattet die Einsatzstelle ihren Freiwilligen und variieren je nach Bildungsangebot. 

Kontakt

Projektleitung:

Name: Nora Kühnhausen
Tel.: 0157/59780730
nora.kuehnhausen@spielmobile.de

Termine

SPIELMOBILKONGRESS
PFORZHEIM 2022

Wir organisieren einen Kongress für Menschen, die sich mit Sinn und Sachverstand dem Thema Spielkultur widmen (möchten).
Für und mit Spielmobiler*innen, Kulturschaffenden, Studierenden, Pädagog*innen und sonst am Spiel Interessierte.

Team vor Ort:
Sofia Renner, Laura Mittenzwei,
David Schlösser, Nora Kühnhausen nora.kuehnhausen@spielmobile.de

Beginn: 28.09.22
Ende: 02.10.22

Ort: Pforzheim

Weitere Infos und Anmeldung unter:

www.spielmobilkongress.de

PODCAST zum BFD und FSJ Kultur und Bildung

Lauscht den Erzählungen von ehemaligen Freiwilligen! 

 Aufgenommen wurden die Podcasts von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V.  

Alle Podcasts sind kostenfrei.

Episode 1.Juni 2022:
Für einen Freiwilligendienst ist man nie zu alt.

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