Spielen macht stark

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Straße, Spiel und Nachbarschaft!

Alle Abbildungen © Kannste auch! e.V.

Steckbrief des Bündnisses

Im Projekt „Straße, Spiel und Nachbarschaft!“ wurden die verschiedenen temporären Spielstraßen Berlins zu kreativen und inklusiven Hotspots – und die Rückeroberung der Straße von den Kindern und Jugendlichen innerhalb der 4 Teilprojekte bunt, laut und fröhlich ausprobiert und eingefordert:

Gemeinsam im Kiez – Pflanzen, Schach, Schrott und Strickerei

Mit diversen Pflanzaktionen wurde die Straße zum Erblühen gebracht. Setzlinge, Pflanzen, Samen, Blumen und Zubehör wie Körbe und Kränze wurden untersucht und bearbeitet. Parallel dazu wurde Schach (das Spiel der Könige, dem der Nimbus der Hochkultur anhaftet) auf die Straße gebracht und somit zum niederschwelligen Spielangebot für alle. Hin und wieder kam das Tüftelmobil zum Einsatz, mit dessen Hilfe defekte Dinge und Geräte repariert oder mit Kreativität zu neuem Leben erweckt wurden.

Spielstraßenmobil:

Das Spielstraßenmobil – ein Lastenfahrrad mit Anhänger, vollgeladen mit besonderen Spiel-, Spaß und Fahrgeräten speziell für die Straße – besuchte (meist unangekündigt) die verschiedenen temporären Spielstraßen. Das Material wechselte und blieb so über die Saison hinweg eine kleine Wundertüte. Ergänzt wurde das Angebot durch thematisch unterschiedliche Schnitzeljagden zur Erkundung der Nachbarschaft.

SpielStraßenTheater:

Mit Mitteln des Theaterspiels wurde das Entdecken des eigenen Seins im sozialen und kulturellen Gefüge von Nachbarschaft und Großstadt initiiert. In zwei Teilen: Zunächst spielte die Puppenspielerin ein Stück zum Eintauchen ins Thema und anschließend gestalteten die Kinder eigene Szenen und Figuren. Zwei Stücke kamen dabei zum Einsatz: „Däumelinchen“, das mit anderen kleinen Wesen seine Welt gestaltet und „Ronja Räubertochter“, ein starkes, selbstbewusstes Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden.

Setze ein Zeichen in deinem Kiez:

In offenen Workshops wurde das Thema Mobilität und deren Auswirkung auf den eigenen Kiez zunächst untersucht und dann kreativ bearbeitet. Das Gegebene nicht als unumstößlich hinzunehmen war dabei ein wichtiger Aspekt. Anhand von selbstgebauten, neugedachten Verkehrszeichen machten die Kinder anschließend ihre Visionen in ihrer Nach­bar­schaft auf den temporären Spielstraßen sichtbar und erfahrbar.

Die drei Bündnispartner brachten unterschiedliche Schwerpunkte in das Projekt ein: Kannste auch! e.V., mit viel eigener Spielstraßenerfahrung und einem großen lokalem Netzwerk, koordinierte und organisierte das Gesamtprojekt. JuMo e.V. war beratend dabei und unterstützte auf übergeordneter Ebene mit Lobbyarbeit. DaKS e.V., übernahm die Kommunikation mit den Kitas und Schülerläden als potentielle Teilnehmende und Multiplikator*innen.



Das Projekt erstreckte sich über die ganze Spielstraßensaison und fand in den Berliner Innenstadtbezirken statt, wo der Dichtestress besonders hoch ist und die sozialen Unterschiede räumlich eng aufeinanderprallen. Durch die Nutzung von bereits existierenden temporären Spielstraßen wurde niederschwellig die Zielgruppe erreicht: Nicht nur, weil die Erweiterung der Freiflächen und Bewegungsräume besonders Kindern aus beengten Wohnverhältnissen zugutekommt, sondern vor allem auch, weil auf der Straße alle gleich und gleich willkommen sind.