Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung

Seit 2013 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ Maßnahmen kultureller Bildung, die von lokalen Bündnissen vor Ort geplant und durchgeführt werden. Umgesetzt wird das Förderprogramm gemeinsam mit 30 bundesweiten Verbänden und Initiativen, die dafür in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt wurden. Die förderfähigen Maßnahmen umfassen alle künstlerischen Sparten und Kulturformen sowie interdisziplinäre Angebotsformen. Spielmobile e.V. wird auch in der zweiten Förderperiode von Kultur macht stark – und damit über 2017 hinaus – gefördert.

Verfahren zur Förderung
Alle Anträge zu “Kultur macht stark” bei Spielmobile e.V. müssen über die Datenbank Kumasta im Bereich Spielkultur eingereicht werden. Die Anträge werden im Anschluss an die Stichtage durch das Projektbüro gesichtet und durch die Jury bewertet. Interessenten wird dringend geraten, frühzeitig den Kontakt zum Projektbüro zu suchen und Beratung in Anspruch zu nehmen. Das verbessert die Chancen gefördert zu werden. Um den Antrag in Kumasta stellen zu können, müssen sich Interessierte registrieren. Spielmobile e.V. hat sechs unterschiedliche Formate entwickelt, die lokal von Bündnissen umgesetzt werden. Die Formatbeschreibungen finden Sie am Ende dieser Seite. Bitte stellen Sie in Kumasta außerdem Ihre Projektskizze zur Verfügung.

Hinweise Finanzen
Die Anträge müssen von der Gesamtsumme mind. der Vorkalkulation entsprechen (ergo mind. 9940 Euro, siehe Formatbeschreibungen). Dabei ist zu beachten, dass die Vorkalkulation auf 42 teilnehmenden Kindern basiert. Sofern weniger oder mehr Kinder teilnahmen, müssen die Kosten entsprechend angeglichen werden, dürfen in der Gesamtsumme 9940 Euro jedoch nicht unterschreiten und max. bei 50.000 Euro (inkl. Verwaltungspauschale) liegen.

Die Postunterlagen richten Sie bitte an die Geschäftsstelle von Spielmobile e.V.:
Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft
Kultur macht stark
Aschauerstr. 21
81549 München

Beratung zur Antragsstellung bei Simone Drentwett (Inhalt, simone.drentwett[at]spielmobile.de) und Astrid Schmelzer (Finanzen, astrid.schmelzer[at]spielmobile.de).

Stichtage Antragsstellung (in Kumasta):
1.9.2018 und für Anträge in 2019:
1.11.2018, 1.02.2019, 1.4.2019 und 1.6.2019

 


Maßnahme A – Schau genau in Stadt, Dorf und Wald!

Kinder lernen ihren Stadtteil anhand von Such- und Entdeckerspielen kennen, die an bewährte Spielformen der Kinder- und Jugendarbeit anknüpfen. Das Format ist von jeder pädagogischen Einrichtung umsetzbar. Besondere Voraussetzungen oder eine Medienausstattung sind nicht nötig. So lernen Kinder zum Beispiel die Natur-/Waldareale ihres Stadtteils anhand von Such- und Entdeckerspielen kennen und präsentieren ihre Forschungsergebnisse mit Landart-Aktionen auf Spielplätzen oder im Naturraum.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Maßnahme A.


Maßnahme B – Willst Du uns ver-app-eln?

Kinder nutzen Spiele-Apps wie „Geister“ oder „Agentenjagd“ auf Smartphones oder Tablets. Sie erleben hier das reale Umfeld neu, weil durch den Blick auf den Bildschirm die Realität um virtuelle Bedeutungen erweitert wird (Augmented Reality). Diese Beziehung wird im Rahmen dieser Maßnahme nicht nur im Spiel erlebt, sondern auch reflektiert und analysiert. So wird untersucht, welche Orte sich mithilfe der Apps plötzlich als Spielorte eignen, wie sich die Wahrnehmung der Umgebung durch das Eintauchen in das Spiel verändert. Weitere Fragen, die hier gestellt und gemeinsam beantwortet werden, sind: Welche Rolle spielt dabei das Digitale? Können die Spiele auch analog realisiert werden? Dazu werden eigene Spielideen für ortsbasierte mobile Spiele diskutiert und selbst realisiert.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Maßnahme B.


Maßnahme C – Hörbar – Hast Du schon gehört?

Kinder erstellen Hörspiele, Hörlandkarten und Audioguides. In dieser Maßnahme sollen die Lebensorte des Sozial- oder Naturraums bewusst auf ihren Bildungs- und Erfahrungshintergrund und auf ihr besonderes Lern- oder Entdeckungspotenzial untersucht und mit Tonträgern bearbeitet werden. Der Einsatz digitaler mobiler Medien dient dem „Einfangen“ und Sichern von Geräuschen. Sie unterstützen dabei die Bewusstseinsschulung, um alltäglich gewohnte Seh-, Hör- und Wahrnehmungsmuster zu durchbrechen. Geräusche und Geschichten werden gesammelt und auf Tonträgern eingefangen, um daraus lokalspezifische musikalische Kompositionen, Audiotouren, Hörbücher über die eigene Lebensumwelt zu gestalten und – verbunden mit Fotos aus dem Stadtteil – online zu stellen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Maßnahme C.


Maßnahme D – Bildungsforscher unterwegs – Wir wollen es wissen.

Dieses Format bietet vier unterschiedliche Ausführungen:
1. Kinder setzen digitale Rallyes zur Stadtteilerkundung ein.
2. Die Teilnehmer/innen erstellen mit medialen Elementen Kinderstadtteilpläne.
3. Alternativ gestalten Kinder Geocache-Parcours unter spiel-, lern-, erfahrungs- und erlebnisorientierten Gesichtspunkten.
4. Kinder entwickeln Suchspiele mit QR-Codes und Rätselelementen. Die Teilnehmenden gehen beispielsweise auf Entdeckerreise in Gärten. Dabei erfahren sie, welche regionalen Lebensmittel angebaut werden können und pflanzen ihren eigenen Nutzgarten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Maßnahme D.


Maßnahme E – „Spiel.Punkte“ – Du bist ein Held!

Kinder erleben den Stadtteil neu mit dem Konzept Gamification. Eine interessante Spielstory schickt die Kinder auf Heldenreise durch den Stadtteil. Die teilnehmenden Kinder bekommen einen Spielausweis mit integriertem NFC-Chip und los geht’s zu vielen Orten im Stadtteil. Dort stehen die Spiel.Punkt-Stationen und bieten Aufgaben und Rätsel, um in der Story weiter zu kommen. Dabei können die Spieler/innen Punkte und Fähigkeiten sammeln, einzeln oder als Gruppe. An den Stationen können die Kinder ihre Spielausweise elektronisch einlesen und die gesammelten Punkte und Erfolge auf den integrierten NFC-Chips speichern. Alternativ funktioniert das auch analog mit einer Punktekarte oder einem Laufzettel. Später können diese dann innerhalb der Gruppe zusammengetragen werden und als Tagesabschluss neuen Input und Motivation für den kommenden Tag der Spielaktion geben.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Maßnahme E.


Maßnahme F – Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Kinder modellieren mit Unterstützung von Simulationsspielen und VR-Tools die reale Umgebung in der virtuellen Welt. Aktuelle Städtesimulatoren wie „Cities Skylines“ ermöglichen es, weit über das vorgegebene Spiel hinaus mit Karteneditoren oder aus der Realität übertragenem Kartenmaterial des eigenen Wohnumfelds kreativ zu werden. Auch mit dem Open-World-Game „Minecraft“ lassen sich stilisiert reale Verhältnisse in der Spielwelt abbilden und nachstellen. Die Heranwachsenden sollen die Konsument/innen-Rolle bei Computerspielen verlassen und darin unterstützt werden, Games auch als digitales, kreatives Werkzeug zu begreifen und zu verwenden. Mit Einsatz von 3D-Kameras und mobilen VR-Techniken können sie begehbare virtuelle Räume schaffen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Maßnahme F.